Wirtschaftsfaktor Heimtier

Tiere schaffen Arbeitsplätze und neue Dienstleistungen

Die Themen:

  • Markt für Heimtierbedarf
  • Tierärzte
  • Medikamente
  • Hundesteuer
  • Tod eines Tieres
  • Züchter und Vereine
  • Hundeschulen
  • Heimtiere in den Medien
  • Versicherung
  • Betreuung und Urlaub
  • Gastbeitrag von Prof. Dr. Renate Ohr, Universität Göttingen: „Die ökonomische Bedeutung der Hundehaltung“
  • Gastbeitrag von Rainer Schröder, BHV-Vorsitzender: „Hundeerziehung mit Qualität“

Futter, Bedarfsartikel und Dienstleistungen für Heimtiere sind ein globaler und robuster Wachstumsmarkt.

Auch in Deutschland tragen Hunde, Katzen, Vögel und andere Heimtiere bedeutend zum Bruttoinlandsprodukt bei: Allein der Markt für Heimtierfutter und -bedarf sorgte 2011 für Umsätze von 3,78 Milliarden Euro. Die Hundesteuer hat Steuereinnahmen von 275 Millionen Euro eingebracht.

Die Zahl der Tierärzte für Heimtiere in Deutschland ist auf 5751 gestiegen. Hiermit ist auch der Anteil der Medikamente für Hobbytiere (diese beinhalten alle Hunde, Katzen, Kleintiere und Pferde in Deutschland) am Gesamtmarkt seit 2003 um 44% gestiegen.

Einer Studie zufolge entstehen pro Jahr Gesamtumsätze von fünf Milliarden Euro nur durch die Hundehaltung. Dieser Umsatz verteilt sich auf viele Branchen. So werden besonders die ökonomischen Verflechtungen am Beispiel Hund deutlich. Es bilden sich Wechselwirkungen mit Branchen wie der Versicherungswirtschaft, dem Heimwerkerbedarf, dem Hotelgewerbe oder dem Gesundheitswesen aus. Jedoch können viele Ausgaben, die im Zusammenhang mit einem Heimtier getätigt werden, nicht erfasst werden. Deshalb ist der gesamtwirtschaftliche Nutzen noch höher anzusiedeln.

Leseprobe aus der Mars Heimtier-Studie 2013:


Die Hundesteuer

Laut dem Statistischen Bundesamt betrugen die Einnahmen aus der Hundesteuer in Deutschland 2011 insgesamt 275 Millionen Euro. Das ist fast vierzehnmal so viel wie 1950, als die Hundebesitzer umgerechnet 20 Millionen Euro Steuern aufbrachten. Auch der Sprung im Steueraufkommen von 2000 (198 Millionen) bis 2011 ist beachtlich. Er entspricht einer Steigerung von 39 Prozent. Die Anzahl der Hunde stieg im gleichen Zeitraum gerade einmal um acht Prozent von etwa fünf Millionen (2000) auf 5,4 Millionen (2011). Zum Vergleich: Die Steuereinnahmen der Bundesrepublik Deutschland insgesamt stiegen von 467 Milliarden Euro im Jahr 2000 um 23 Prozent auf 573 Milliarden Euro 2011. Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung kamen 2010 im Bundesdurchschnitt 3,33 Euro pro Kopf an Einnahmen aus der Hundesteuer auf. Am höchsten war das Ist-Aufkommen in Nordrhein-Westfalen mit 4,69 Euro pro Kopf und am niedrigsten in Bayern mit 1,80 Euro pro Kopf...


Die veränderte Wahrnehmung von Tieren als Familienmitglieder hat zudem zu einer breiten Angebotspalette in den Bereichen Betreuung, gesundheitliche Versorgung und Freizeitbeschäftigungen geführt – und somit bereits viele neue Arbeitsplätze geschaffen.

Auch in der deutschen Medienlandschaft spiegelt sich wider, dass Heimtiere für viele Menschen eine zunehmende Bedeutung haben. Tiere sind in der Berichterstattung von Tagespresse, Radio und Fernsehen ein populäres Thema, das gerne von den Redakteuren aufgegriffen wird.

Mehr über Heimtiere als Wirtschaftsfaktor lesen Sie in der Mars Heimtier-Studie 2013.