Heimtiere in Deutschland

Vom Nutztier zum Familienmitglied

Die Themen:

  • Heimtierhaltung heute
  • Heimtiere in der Welt von morgen
    • Alterung der Gesellschaft
    • Digitalisierung
    • Leistungsgesellschaft
    • Singlegesellschaft
  • Das Heimtier im Recht
    • Staatsziel Tierschutz
    • Das Tierschutzgesetz
    • Tiere im BGB
    • Heimtiere und Haftung
    • Tiere in Wohnungen

Die deutsche Gesellschaft befindet sich im Wandel. Trends wie die Digitalisierung, Verstädterung, Alterung und erhöhter Leistungsdruck verändern den Alltag vieler Menschen. In dieser schnelllebigen Welt können Heimtiere ein wichtiges Gegengewicht und ein Bezug zur Natur sein.

Rund 22 Millionen Heimtiere leben in Deutschland, darunter 8,2 Millionen Katzen und 5,4 Millionen Hunde (Zierfische und Terrarientiere werden hier nicht mitgezählt). In etwa jedem dritten Haushalt wird ein Heimtier gehalten.

Dabei greifen vor allem ältere Menschen auf Tiere als Gesellschafter und Freizeitpartner zurück: Mit einem Anteil von 32 Prozent sind Über-60-Jährige die größte Gruppe der Heimtierhalter – mit steigender Tendenz: Im Jahr 2004 machten die Tierhalter über 60 nur 24 Prozent der Gesamtbesitzer aus.  Auch in Tierheimen zeigen die Vermittlungszahlen an allein lebende, ältere Menschen einen deutlichen Aufwärtstrend.

Mit der Zeit haben auch Heimtiere den Weg in die sozialen Netzwerke gefunden. So können Tierhalter auf Seiten wie www.mysocialpetwork.com, ähnlich wie bei anderen sozialen Netzwerken, Fotos teilen oder sich über die Wochenaktivitäten austauschen.

2002 wurde der Tierschutz als Staatsziel in den Artikel 20a des Grundgesetztes mit aufgenommen. So wird nun dem Schutz der Tiere ein höherer Stellenwert beigemessen. Jedoch stellt dieses für den Deutschen Tierschutzbund erst den Anfang dar.

Leseprobe aus der Mars Heimtier-Studie 2013


Das Heimtier im Recht

Die Haltung von Heimtieren wird nicht nur durch die einschlägigen Gesetze wie beispielsweise durch das Tierschutzgesetz oder der Tierschutz-Hundeverordnung geregelt, sondern auch durch zahlreiche Gesetze des öffentlichen und privaten Rechts zum Beispiel dem Mietrecht, Jagdrecht, Haftungsrecht, Eigentumsrecht und Strafrecht bestimmt. Das Halten von Wildtieren oder exotischen Tieren unterliegt darüber hinaus den Natur- und Artenschutzgesetzen des Bundes und der Länder sowie dem Washingtoner Artenschutzabkommen. Neben bundesweit gültigen Gesetzen greifen auch Verordnungen der Länder oder der Kommunen manchmal tief in das Leben von Heimtieren und Haltern ein. Besonders die Hundehaltung ist mancherorts so strikt reglementiert, dass Hundehalter, die ihrem Tier artgerechten Freilauf gewähren möchten, vor Problemen stehen. Darüber hinaus beschäftigen sich zahlreiche Urteile, zum Beispiel bei Nachbarschaftsstreitigkeiten oder Haftungs fällen, mit dem Thema Heimtier. Da sich das vorliegende Buch der Heimtierhaltung widmet, konzentriert sich der folgende Überblick auf die rechtlichen Bestimmungen und Fragen, die dieses Gebiet konkret berühren…


Lesen Sie weiter in der Mars Heimtier-Studie 2013.