Etappen einer Freundschaft

Die Mensch-Tier-Beziehung im Lauf der Geschichte

Die Themen:

  • Seelenwanderung in der Steinzeit
  • Zwischen Vergötterung und Rechtlosigkeit
  • Ein König im Zwiespalt
  • Im Kreise der Familie
  • Heimtiere als Spiegel der Gesellschaft
  • Gastbeitrag von Prof. Dr. Dennis Turner, Universität Zürich: „Einstellung zu Tieren – ein kulturübergreifender,  internationaler Vergleich“

Tiere und Menschen verbindet eine jahrtausendealte Geschichte. Bereits in der Antike gab es emotionale und persönliche Beziehungen zu bestimmten Heimtieren.

Bis heute werden verschiedene Arten in manchen Religionen und Kulturen als heilige Tiere verehrt.

Im Laufe der Zeit hat sich die Mensch-Tier-Beziehung stetig gewandelt. Heute gehören Heimtiere zum Kreis der Familie. Das war nicht immer so.


Leseprobe aus der Mars Heimtier-Studie 2013


Im Kreise der Familie

Erste Ansätze eines tief greifenden Wandels in der Einstellung zu Tieren kamen mit der Industriellen Revolution und dem aufstrebenden städtischen Bürgertum. Tierhaltung aus Liebhaberei und enge Mensch-Tier-Beziehungen hatte es zwar durch alle Epochen hindurch gegeben, aber in der neuen bürgerlichen Schicht wurde Hund oder Katze ein fester Platz nicht nur im Heim, sondern auch im Kreise der Familie zugewiesen. Es gab nun in Abgrenzung zu den Nutztieren die ersten Heimtiere im heutigen Sinne. Diese Hinwendung zum Heimtier kann auch als Folge des Verlustes von Natur durch die zunehmende Industrialisierung und Verstädterung gedeutet werden. Ein deutliches Zeichen für den Wert, den die Besitzer ihren Heimtieren beimaßen, ist deren tierärztliche Versorgung. Während es auf dem Land bis weit ins 20. Jahrhundert als „lächerlich“ galt, einen kranken Hund zum Tierarzt zu bringen, waren manche Stadtbewohner schon damals bereit, für die medizinische Behandlung weit mehr als den offiziellen Sachwert ihres Heimtiers zu bezahlen…


Lesen Sie weiter in der Mars Heimtier-Studie 2013.