Unsere Zukunft mit Heimtieren

Wie Experten die Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung einschätzen

  • Prof. Peter Wippermann, Trendbüro Hamburg
    • „Das Heimtier wird zu einem umsorgten Lebensbegleiter des Menschen“
  • Dr. Sandra McCune, Waltham Centre for Pet Nutrition
    • „Spannende Zeiten für alle, die zur Mensch-Tier-Beziehung forschen“
  • Thomas Schröder, Deutscher Tierschutzbund
    • „Wir brauchen ein völlig neues Tierschutzgesetz“
  • Ursula Birr, „Ein Herz für Tiere“
    • „Die Medien werden mehr als heute Heimtierhalter miteinander vernetzen“
  • Prof. Dr. Erhard Olbrich, International Society for Animal-Assisted Therapy
    • „Das Interesse richtet sich auf die Beziehung zwischen Helfer und Tier“
  • Dipl. soz.päd. Ingrid Stephan, Institut für soziales Lernen mit Tieren
    • „Das Tierwohl muss vor finanziellen und anderen menschlichen Interessen stehen“

Welche Rolle spielen Heimtiere künftig angesichts des gesellschaftlichen Wandels in Deutschland? Was sind die größten Herausforderungen für Menschen, die mit Tieren arbeiten? Sechs Experten aus den Bereichen Trendforschung, Medien, Tierschutz, Therapie und Wissenschaft wagen einen Blick in die Zukunft.

Sie alle sind davon überzeugt, dass die Bedeutung von Heimtieren in Zukunft noch zunehmen wird. Prof. Peter Wippermann, Gründer des Trendbüro Hamburg, sieht das Heimtier von morgen als „analogen Gegenentwurf zu einer „Höher-Schneller-Weiter-Logik“, das die Balance im stressigen Arbeitsalltag wieder herstellt.

„Heimtiere werden zunehmend zum liebevollen Ersatz sozialer Beziehungen und durchaus auch zum Kind- und Partner-Placebo“, ist Wippermann überzeugt. „In einer durch Unsicherheit und Orientierungslosigkeit geprägten Gesellschaft wird das Tier zum emotionalen Anker und wortwörtlich zum „treuen Freund“ des Menschen“.

Leseprobe aus der Mars Heimtier-Studie 2013


Thomas Schröder, Deutscher Tierschutzbund

Im Jahr 2002 haben Bundestag und Bundesrat den Tierschutz als Staatsziel ins Grundgesetz geschrieben. Die Einzelheiten müssen laut Verfassung im Tierschutzgesetz geregelt werden. Genau das aber haben die Politiker bis heute unterlassen. Noch immer gilt im Wesentlichen ein Tierschutzgesetz aus dem Jahr 1986. Dementsprechend hat sich bis heute kaum etwas an den altbekannten Missständen im Umgang mit Tieren geändert, ganz gleich ob in der Landwirtschaft, in der Forschung, in Zoo und Zirkus oder im Privathaushalt. Daran ändert auch ein aktuelles Gesetzgebungsverfahren nichts, mit dem EU-Vorgaben zum Umgang mit Versuchstieren in das deutsche Recht übernommen werden. Wir brauchen ein völlig neues Tierschutzgesetz, das unter anderem die Tierschutz-Verbandsklage zulässt. Tiere können ihren Schutz nicht selbst einklagen. Deshalb müssen seriöse Tierschutzorganisationen die Möglichkeit erhalten, dies anstelle der Tiere zu tun…


Die gesamte Einschätzung von Wippermann und Schröder sowie die Ausführungen der anderen Experten lesen Sie in der Mars Heimtier-Studie 2013.