Ein Familienhund für traumatisierte Soldaten

Mars unterstützt Wohltätigkeits-Schwimmen

Sie sind geschwommen, um zu helfen: 43 Sportler legten insgesamt 171 Kilometer im Schwimmbecken zurück, um Geld für traumatisierte Soldaten, Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte zu sammeln. Die Mars-Initiative Zukunft Heimtier hat das Wohltätigkeits-Schwimmen mit 1000 Euro unterstützt und betont die positiven Effekte von Familienhunden.

Bremen/Leverkusen, 07. September 2015 – Eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine harte Diagnose – und immer mehr Bundeswehrsoldaten kommen mit diesem Krankheitsbild von Auslandseinsätzen zurück. 2014 ließen sich nach Angaben der Bundeswehr 431 Soldaten deshalb behandeln. „Solche Einsätze hinterlassen oft nicht nur körperliche, sondern auch seelische Spuren“, sagt Benno Schmidt, Oberstleutnant der Reserve und zweiter Vorsitzender des Vereins ‚H.I.T – Hundegestützte Interventionen bei Trauma‘. „Unser Verein will PTBS-Betroffenen bei der Anschaffung und Ausbildung eines Hundes zur Seite stehen, damit die ganze Familie vom Tierkontakt profitieren kann.“

Um für dieses Projekt Spendengelder im Sportpark Leverkusen zu erschwimmen, hatte der Verein 43 Unterstützer zusammen getrommelt – darunter vier Polizisten, drei Bundeswehrangehörige sowie prominente Sportler wie Dr. Britta Siegers, achtfache Paralympics-Siegerin, und Horst Dieter Bias, Triathlon-Weltmeister und Schwimm-Europameister. Die sportliche Leistung der Teilnehmer honorierte die Initiative ‚Zukunft Heimtier‘ mit einer Spende von 1000 Euro. „Der Verein H.I.T. setzt sich mit seinem ehrenamtlichen Engagement vorbildlich für Menschen ein, die im Einsatz für die Allgemeinheit traumatisiert wurden“, sagt Rolf Zepp von der Mars-Initiative ‚Zukunft Heimtier‘. „Da wir wissen, welche positiven Effekte ein freundlicher Familienhund haben kann, ist es uns ein großes Anliegen, dieses Projekt zu fördern.“

Wie wissenschaftliche Studien bestätigt haben, kann der Umgang mit einem Hund zu Entspannung und Angstlinderung beitragen, Kontakte zu Mitmenschen erleichtern und zu neuen Aktivitäten motivieren – wichtige Faktoren bei vielen PTBS-Betroffenen, die sich am liebsten vom Leben abschotten würden und oft selbst ihre Familie nicht mehr an sich heran lassen können.