Tagung zu PTBS-Therapiehunden

Hunde sollen traumatisierte Soldaten unterstützen

Wie können Hunde den Heilungsprozess traumatisierter Angehöriger von Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr fördern? Diese Frage diskutierten die 22 Teilnehmer der zweitägigen Fachtagung „Hundegestützte Interventionen bei Traumatisierung und PTBS bei Angehörigen der Bundeswehr, Polizei und Feuerwehr“ im Verdener Konferenzzentrum von Mars Petcare. Als Förderer der Mensch-Tier-Beziehung engagiert sich die Mars-Initiative Zukunft Heimtier auch für die Etablierung hundegestützter Therapie.

Verden, 04.04.2014 – Wer bei Kriegen oder kriegsähnlichen Situationen traumatisiert wurde, entwickelt mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 12 Prozent eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Die Zahl der Betroffenen steigt seit Jahren: Wurden nach Angaben der Bundeswehr im Jahr 2004 erst 100 Menschen wegen PTBS behandelt, so waren es 2013 bereits 1423 Personen.

Um diesen Menschen künftig noch schneller und effektiver zu helfen, lud der von Soldaten und Privatpersonen gegründete „Verein zur Förderung hundegestützter Interventionen bei Traumatisierung und PTBS“ (kurz H.I.T.-Hunde) mit Unterstützung der Initiative Zukunft Heimtier zur Fachtagung in das Verdener Konferenzzentrum von Mars Petcare ein.

„Hunde können therapeutische Maßnahmen erfolgreich unterstützen – das ist nicht nur wissenschaftlich erwiesen, wir haben in der Bundeswehr auch selbst bereits positive Erfahrungen damit gemacht“, sagt der Vereinsvorsitzende Oberstleutnant d. R. Benno Schmidt, der als Reservedienstleistender an der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr beordert ist. „Gemeinsam mit den Teilnehmern unserer Fachtagung haben wir deshalb Wege und Methoden diskutiert, um traumatisierten Soldaten sowie Mitarbeitern von Polizei und Feuerwehr hundegestützte Hilfe strukturiert und institutionalisiert im Rahmen von Prävention und Therapie, anbieten zu können.“

Neben hochrangigen Angehörigen der Bundeswehr, u.a. Dr. med. vet. Christiane Ernst, Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr, Prof. Dr. Rolf Manz vom Fachbereich Bundeswehrverwaltung der Fachhochschule des Bundes und Dr. Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte, debattierten auch weitere Wissenschaftler, Psychologen, Hundeexperten und Vertreter von Polizei und Bundeswehr mit.